StoryDas Bild ist schwarz-weiß. Ein Mann steht auf einem Hügel. Er trägt einen Pullover. Seine Haare sind dunkel. Im Hintergrund ist eine Küstenstadt. Die Sonne scheint.

Die Idee des Velomarathons stammt vom Mitbegründer der NGO Institute for Ukrainian Studies, Mykola Pekh. Inspiriert von seiner eigenen Tandem-Fahrradtour im Ausland und die Teilnahme am Benefizlauf „Run for the sake of children“ 2006, an dem er mit seinem Freund Andriy Maksymovych teilnahm, wollte Mykola die gemachten Erfahrungen auch anderen Personen mit Sehbeeinträchtigungen ermöglichen. Das Vorhaben konnte zwar bis zu seinem frühen Tod im Jahr 2014 nicht mehr realisiert werden, doch beschloss das Team des Institute of Ukrainian Studies das Velomarathon-Projekt zum Gedenken an Mykola zu verwirklichen. 2015 war es dann soweit: Innerhalb eines Monats fuhren zwei Tandem-Fahrräder durch die Zentral- und Westukraine und legten eine Strecke von 3000 Kilometern zurück. Mit Erfolg: In diesem Jahr findet „I see! I can! I will!“ bereits zum fünften Mal statt; zum ersten Mal außerdem in einer internationalen Kooperation zwischen der Ukraine, Polen und Deutschland.

 

 

Ein Mann und eine Frau liegen auf einem Stein an einem Stausee. Sie liegen auf dem Rücken und ihre Augen sind geschlossen. Die beiden ruhen sich aus.

Ursprünglich war der Velomarathon nicht als jährliches Projekt geplant. Jedoch fielen die Rückmeldungen der Teilnehmenden so positiv aus, dass beschlossen wurde, das Projekt fortzusetzen und neue Strecken abzufahren sowie weitere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Seit 2015 haben Teilnehmende des Velomarathons, auch durch ein gut durchdachtes sowie flexibles Logistiksystem, bereits mehr als 5,000 Kilometer in der Zentral-, Süd-, Nord- und Westukraine zurückgelegt. Gleich im ersten Jahr feierte eine Dokumentation über den Velomarathon ihre Premiere im Hauptquartier der Vereinten Nationen New York, welche eine Audiodeskription beinhaltet, die blinden und sehbeeinträchtigten Menschen ein besseres Verständnis der gezeigten Handlungen ermöglicht. Darüber hinaus konnten Millionen von Ukrainer*innen durch lokale und nationale Berichterstattungen erreicht und über das Vorhaben informiert werden. Dank des Institutes of Ukrainian Studies und der NGO Fight for Right hat sich bis heute ein starkes Netzwerk aus blinden, sehbeeinträchtigten und sehenden Menschen in der ganzen Ukraine etabliert. Auf dieser Grundlage haben wir in diesem Jahr beschlossen das Projekt nicht auf die Ukraine zu begrenzen, sondern es im Rahmen einer internationalen Kooperation auch in Polen und Deutschland umzusetzen.

 

Zwei Kleingruppen umarmen sich. Die Leute tragen hellgrüne T-Shirts mit der Aufschrift „I see! I can! I will!“ auf Ukrainisch.

 

Deshalb tragen 2019 der Jugendhilfe und Sozialarbeit e.V. (Deutschland), das Fundacja Kopalnia Inicjatyw (Polen), das Institute of Ukrainian Studies (Ukraine) und Fight for Right (Ukraine) gemeinsam den Velomarathon aus. Während wir insgesamt 1000 Kilometer durch drei Länder zurücklegen, wollen wir das Bewusstsein für und die Idee von Inklusion in die Gesellschaft tragen und uns für eine barrierefreiere Welt für alle einsetzen.

 

 

 

 


Video aus dem Vorjahr